Jennifer Haben ist das Gesicht, die Stimme und der Kopf von Beyond The Black. Seit Jahren sind die Symphonic Metaller Stammgast in den deutschen Charts. Wir sprachen mit der gebürtigen Saarländerin über Ihre Karriere.
Jennifer, kannst Du Dich daran erinnern, wann Du erstmals Musik für Dich entdeckt hast?
Erinnern nicht, aber ich kann es in Videos sehen. Ich habe ganz viele von mir gesehen, in denen ich singe. Ich habe mit vier Jahren das erste Mal in Remmesweiler in der Kirche vor Leuten gesungen. Damals ging es los mit dem Interesse an der Musik und ist mittlerweile ein bisschen ausgeartet. (lacht)
Woher kam das? Waren Deine Eltern damals sehr musikalisch?
Meine Mutter ist sehr, sehr musikalisch, und mein Papa hat auch gerne Musik gemacht. Meine Mom hat mich stark gefördert, da sie selbst Gitarre gespielt hat und oft mit mir zusammen gesungen hat. Sie hatte auch meine erste Band mit gemanagt. Mein Papa war teilweise deren Tonmann. Sie haben immer alles mit aufgebaut und waren immer da, um im Prinzip alles Böse von mir fernzuhalten, so dass ich einfach nur Musik machen konnte.
Hast du schon einmal darüber nachgedacht, ein Soloalbum aufzunehmen? Würde sich das theoretisch gar nicht so sehr von Beyond The Black unterscheiden, weil in deren Alben sowieso schon sehr viel von dir drinsteckt?
Das ist eine spannende Frage, die ich mir gerade auch stelle. Ich bin mir sicher, dass man als Gruppe noch mal andere Dinge zu erzählen hat, als wenn man wirklich komplett für sich alleine steht. Ich habe auch schon Songs geschrieben, bei denen ich gemerkt habe, dass sie nicht so gut zur Band passen. Deswegen würde ich das nicht ausschließen, ohne dass man das als Konkurrenz für irgendwas sehen kann. Aber da gibt es keine konkreten Pläne.
Fühlst Du Dich eigentlich als saarländische Musikbotschafterin, wenn Du außerhalb des Saarlandes spielst - oder geht das zu weit?
Ich denke ehrlicherweise gar nicht darüber nach. Ich mache einfach mein Ding.
Aber du musst doch unser kleines Saarland groß machen…
(lacht) Ja, ich weiß, ich bin ja auch Saarlandbotschafterin und sehr stolz darauf. Dennoch versuche ich einfach, Mensch zu sein und Menschen anzusprechen, egal wo sie herkommen und egal wie sie sind. Solange Liebe im Raum ist und kein Hass oder Verletzungen jeglicher Art, bin ich ein Fan von jedem, der Lust hat, auf die Konzerte zu kommen und offen ist, jeden zu akzeptieren, der Liebe in sich trägt.
Auftritte im Saarland sind mit Sicherheit etwas Besonderes für Dich.
Klar, ich weiß ja jetzt schon, wer alles kommen wird – Familienmitglieder, Freunde, ehemalige Mitschüler, Ärzte oder wer auch immer. Ganz, ganz viele werden vorbeikommen, und deswegen wird das wieder viel Winken und Hallo sagen.
Text:
Kai Florian Becker Bild: Heilemania
Neue Gebläsehalle, Neunkirchen
Samstag, 29. August 2026 // 18:30 Uhr